Donnerstag, 15. Juli 2010

Gesinnungsdiktatur bei Kruppzeuch


http://kruppzeuch.wordpress.com/diskussionsregeln/

Ohne Worte...


Obwohl, eins muß ich dazu doch noch sagen: Wer sich selber als antifaschistisch und als Demokrat bezeichnet, sollte sich dann auch zumindest wie einer verhalten...

"Gesinnungsdiktatur" d.h. jemandem vorzuschreiben, welche politischen Ansichten er zu vertreten hat, Zensur und Kritikunfähigkeit zählen sicherlich nicht zum Demokratieverständnis.

Zensur und Verbote haben noch nie etwas gebracht, warum auch, wir leben in einem Land, in dem man alle möglichen Dinge (aus)diskutieren kann, das Gespräch bringt in jeder Hinsicht mehr als jedes tumbe Verbot.

(Das sieht man doch u.a. auch an der Killerspieldebatte, anstatt dem Kind/Spieler Alternativen aufzuzeigen, die mindestens genauso viel Spaß machen und sinnvoller sind als Computerspiele, setzt man lieber die USK in Bewegung um bestimmte Spiele erst ab 18 freizugeben oder sie gleich ganz zu verbieten - das ist nicht der richtige Weg!)


Genauso bei "verqueren" Ideologien im Internet - es bringt nichts, ihnen mit Zensur und Verboten den Mund zu verbieten, denn daraus schöpfen sie doch gerade erst ihren Zorn und Hass auf Andersdenkende und die Demokratie, nein, eine offene, hitzige Diskussion (möglichst ohne niveaulose Beleidigungen) , also das Gespräch ist notwendig, um sie zumindest in manchen Dingen wieder "auf den rechten Weg" zu bringen.


Und so werden wir auch auf diesem Blog miteinander umgehen - d.h. jeder ist willkommen und kann hier seine Meinung kundtun, ich werde nichts zensieren, sollte es aber nur noch in wüste Beschimpfungen ausarten, werde ich auch schon mal zur Ordnung rufen.
Aber das ist alles, bei mir gibt es keine Gesinnungsdiktatur und wird es auch nie geben, versprochen.




Der 6 Tage Krieg - ein eiskalter Angriffskrieg



Der sogenannte Sechstagekrieg war ein Angriffskrieg Israels gegen Ägypten, Jordanien und Syrien, der am 05.06.1967 mit einem Angriff der israelischen Luftwaffe gegen ägyptische Luftwaffenbasen begann und mit einem Sieg Israels am 10.06.1967 endete. Israel eroberte in dem Krieg den Gazastreifen, die Sinai-Halbinsel, die Golanhöhen, das Westjordanland und Ostjerusalem.

Israelische Geschichtsfälschung
Schon während des Krieges sorgte Israel mit Propaganda dafür, dass der israelische Angriffskrieg in vielen Medien und sogar Geschichtsbüchern fälschlicherweise als unausweichlicher Präventivkrieg Israels dargestellt wird, der geführt wurde, um eine unmittelbar bevorstehende militärische Aggression seiner Nachbarstaaten abzuwehren. Diese Legende entspricht jedoch nicht der Wahrheit. Obwohl führende israelische Politiker das später auch eingeräumt haben, hält sich hartnäckig die Lüge, der Sechstagekrieg sei ein israelischer Verteidigungskrieg gewesen. Die aggressive Rhetorik der arabischen Staaten und insbesondere die von Nasser kam der Staatsführung von Israel dabei sehr zu pass, die siegesgewiss schon lange nach Vorwänden für einen neuen Krieg suchte, um das israelische Territorium ausweiten und prestigeträchtig die Klagemauer erobern zu können.

Zitate
David Ben-Gurion 1948
"Wir müssen uns darauf vorbereiten, in die Offensive überzugehen. Unser Ziel ist, Libanon, Trans-Jordanien und Syrien zu zerschlagen. Der schwache Punkt ist Libanon, denn das Moslem-Regime ist künstlich und für uns leicht zu unterminieren. Wir werden dort einen christlichen Staat etablieren, dann werden wir die Arabische Legion zerschlagen, Transjordanien eliminieren, Syrien wird an uns fallen. Darauf werden wir bombardieren und weiter gehen und Port Said, Alexandria und Sinai einnehmen".

Yitzhak Rabin 1968
"Ich glaube nicht, dass Nasser einen Krieg wollte. Die zwei Divisionen, die er am 15. Mai in den Sinai schickte, hätten nicht ausgereicht, um eine Offensive gegen Israel auszulösen. Er wusste es, und wir wussten es".

Matityahu Peled 1972
"Die These, dass im Juni 1967 die Gefahr eines Völkermordes sehr nahe war und dass Israel um seine physische Existenz kämpfte, war nur ein Bluff, der nach dem Krieg entstand und erarbeitet wurde."

Menachem Begin 1982
"Es war ein Krieg der Selbstverteidigung im edelsten Sinne des Wortes. Die Regierung der nationalen Einheit hat dann einstimmig beschlossen: Wir werden die Initiative ergreifen und den Feind angreifen, zurückdrängen und damit die Sicherheit von Israel und die Zukunft der Nation gewährleisten. Wir taten dies nicht, weil wir keine Alternative gehabt hätten. Wir hätten weiter abwarten können, wir hätten die Armee nach Hause schicken können. Wer weiß, ob ein Angriff gegen uns erfolgt wäre? Es gibt keinen Beweis dafür. Es gibt mehrere Argumente für das Gegenteil. Während es in der Tat richtig ist, dass die Schließung der Straße von Tiran ein Akt der Aggression war, ein casus belli, ist immer noch Raum für die Überlegung, ob es notwendig ist, aus einem casus einen bellus zu machen."

Che's Warlog 2007
"Israel wurde nicht über Nacht von der antifaschistischen und antirassistischen realen Utopie zum faschistoiden Apartheidstaat"

Margarethe Berger 2007
"Am 5. Juni 1967 griff Israel Jordanien, Syrien und Ägypten an. Dieser Krieg, der als Sechstagekrieg in die Geschichte einging, hat die Situation im Nahen Osten einschneidend verändert und dem Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern trotz aller späteren Entwicklungen sein heutiges Gesicht gegeben. Entgegen der gängigen Interpretation im Westen, Israel sei 1967 in einer Art präventivem Verteidigungskrieg einem Angriff Ägyptens zuvor gekommen, handelte es sich vielmehr um einen intendierten Angriffskrieg Israels gegen die arabischen Regime, die in den 1960er Jahren unter dem Druck der Bevölkerungen nach links gegangen waren. Insbesondere war Israel nicht gewillt, ein syrisches sozialistisches Regime an seinen Grenzen zu akzeptieren. Wie unvorbereitet die arabischen Länder auf diesen Angriff von seiten Israels tatsächlich waren, zeigt die Tatsache, dass praktisch die gesamte ägyptische Luftflotte am Boden zerstört wurde. Mit diesem Krieg gelang es Israel sein Territorium entscheidend zu vergrößern. Es besetzte in der Folge des Krieges das Westjordanland, die Golan-Höhen, den Gazastreifen und die Sinai-Halbinsel, wovon nur die Sinai-Halbinsel später an Ägypten rückerstattet wurde. Ähnlich wie 1948 ging die Besetzung der palästinensischen Gebiete mit einer Vertreibungswelle der palästinensischen Bevölkerung aus ihren Dörfern und Städten einher. Israel begann in der Folge mit der Errichtung von jüdischen Siedlungen in den besetzten Gebieten, um seinen Anspruch auf das Territorium sukkzessive durchzusetzen."

Wahr oder falsch?



"When the President does it, that means, it is not illegal"

"Wenn der Präsident es tut, bedeutet dies, dass es nicht illegal ist"

- Das berühmte Zitat aus dem Frost/Nixon Interview zur Watergate-Affäre!
Aber ist da auch was Wahres dran?

Ich würd sagen ja...;)

Mittwoch, 14. Juli 2010

Zionistin Petra Pau (SED/PDS/Linke) hetzt gegen Antizionisten!


Die rote Fahne schrieb dazu folgendes:


"Die Politikerin der SED/PDS/Linke Petra Pau hat nach Informationen des bürgerlichen Magazins „Focus“ (Online-Ausgabe 11.07.2010) „scharfe Kritik an ihren Partei-Kolleginnen Annette Groth und Inge Höger geübt“.
Annette Groth, Inge Höger und auch Prof. Dr. Norman Paech waren im Mai Teilnehmer der internationalen humanitären Hilfsflotte für Palästina/Gaza. Das zionistische Regime in Israel hatte durch seine Marine den Hilfskonvoi in internationalen Gewässern überfallen und dabei mindestens neun Friedensaktivisten ermordet.

Die Bundestagsvizepräsidentin Pau schrieb laut „Focus“ in einem Brief an die sog. „Jüdische Gemeinde Bremen“ vom 23. Juni 2010; „mindestens eine türkische Organisation, die in einem pro-faschistischem Ruch steht“, habe zu dem Bündnis gehört, das Ende Mai Hilfsgüter nach Palästina/Gaza bringen wollte.
Laut Pau gehörten einige Teilnehmer der internationalen „Free Gaza-Flottille“ der türkischen „Partei der Grossen Einheit“ (BBP) an, die durch den Berliner „Verfassungsschutz“ als „extrem nationalistisch“ charakterisiert wird. Pau schrieb laut „Focus“: „Damit dürfen sich Linke nicht gemein machen und schon gar nicht – im Wortsinne – in einem Boot sitzen“.

Hier werden also nicht der Zionismus und seine Verbrechen in Palästina, Völkermord, Massaker, Vertreibung und Landraub und die völkerrechtswidrige Blockade als Problem thematisiert, sondern der Antifaschismus gegen das NS-Regime wird instrumentalisiert, um von heute real existierenden und vor den Augen der Weltöffentlichkeit stattfindenden faschistischen Verbrechen durch den Zionismus abzulenken und Antifaschisten und Friedensaktivisten zu diffamieren.
Dabei wird unter den zahlreichen internationalen Teilnehmern der humanitären Hilfsflotte für die geschundenen Menschen in Palästina/Gaza verzweifelt nach einigen echten oder vermeintlichen Rechtsextremisten gesucht und hierbei beruft man sich dann auch noch zweckdienlicher Weise auf BRD-Geheimdienste.

Wem das noch nicht perfide und ekelhaft genug ist, der ziehe sich auch das rein:
Darüber hinaus sehe Petra Pau „Judenhass“ als Folge dieser Aktion: „In Internet-Blogs feiert der Antisemitismus sprunghaft Urständ“.

Antisemitismus wird laut Petra Pau also nicht durch die Verbrechen Israels und des Zionismus geschürt, sondern - das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen - durch den antifaschistischen Widerstand gegen die Verbrechen des Nationalzionismus.
Im Grunde eine Neuauflage der alten zionistischen Leier: Wer Israel und seine Verbrechen kritisiert ist Antisemit.

In ihrem Brief schreibt Petra Pau weiter: „Viele Mitglieder meiner Fraktion denken so wie ich, aber nicht alle. Die internen Auseinandersetzungen werden weiter gehen. Aber Sie können vielleicht auch nachvollziehen, dass es wenig hilft, solche Kontroversen vor „laufenden“ Medien auszutragen.“
Frau Pau, da haben Sie offenbar die Rechnung ohne Die Rote Fahne gemacht. Wir werden auch weiterhin ein besonderes Auge auf ihre rechtsextremen Aktivitäten und die ihrer zionistischen Kameradinnen und Kameraden werfen.

Wie lange wird die SED/PDS/Linke diese irre Entwicklung, anders kann man es nicht bezeichnen, in den eigenen Reihen noch durchstehen können, ohne sich endlich einer antifaschistischen Debatte zu stellen und die Zionisten aus der Partei zu werfen?
Oder versteht sich die SED/PDS/Linke mehrheitlich mittlerweile gar als zionistische und pro-imperiale Partei?"

http://die-rote-fahne.eu/headline16410.html


Die Blockade muss fallen!


Internationale Protestaktionen gegen Gaza-Abriegelung setzen israelische Regierung unter Druck


Seit drei Jahren bereits schneidet eine Blockade Israels den Gazastreifen von der Außenwelt ab. Ebenso hat Ägypten die Grenzen zu Gaza geschlossen. Während in einem israelischen Supermarkt bis zu 15.000 Artikel zu kaufen sind, kommen derzeit nur 100 bis 150 Artikel über die israelischen Übergänge nach Gaza, vor 2007 waren es 4.000.


von Steve Kühne, Dresden

Seit Jahrzehnten werden die Rechte der PalästinenserInnen mit Füßen getreten. Vor dem Ersten Weltkrieg vom Osmanischen Reich unterjocht, wurden sie danach von Großbritannien und Frankreich beherrscht. Mit der Errichtung Israels (zu der es nach dem Holocaust, der Ermordung von sechs Millionen Juden, 1948 kam) setzte ein Krieg zwischen dem israelischen Staat und seinen arabischen Nachbarländern ein. Eine halbe Million PalästinenserInnen mussten damals ihre Heimat verlassen. Seitdem wurde Israel unter Mithilfe des US-Imperialismus zur viertstärksten Armee der Welt aufgerüstet.

PLO und Hamas


Mit der von Israel nach der ersten Intifada 1987 zugestandenen Bildung der Palästinensischen Autonomiebehörde 1993 wurde die PLO zu einem neuen Unterdrücker. Vor diesem Hintergrund konnte die Hamas Boden gut machen. 2006 gewann sie die Wahlen in der Palästinensischen Autonomiebehörde (Gaza und Westjordanland). Daraufhin stellten die Herrschenden Israels die Zuweisungen an die Autonomiebehörde ein, verhängten eine Handelsblockade und schlossen die Grenzen zum Gazastreifen. Diese Politik wird von Kräften wie BAK Shalom (einem Arbeitskreis in der LINKEN), die den Herrschenden Israels völlig unkritisch gegenüber stehen, mit dem zynischen Slogan „Free Gaza“ betitelt – ergänzt durch die Worte „from Hamas“.

Islamisch-fundamentalistische Kräfte konnten in der letzten Zeit gerade deshalb punkten, weil keine starken Arbeiterorganisationen mit sozialistischer Ausrichtung in der Region den Ton setzten. Aber gerade konfrontiert mit der tiefsten Krise des Kapitalismus seit Generationen zeigt sich die politische Alternativlosigkeit der pro-kapitalistischen Hamas. Die Anschläge ihrer Anhänger gefährden nicht nur das Leben vieler ArbeiterInnen, sondern treiben Teile der jüdischen Bevölkerung dem israelischen Establishment in die Arme. Die sozialen Slogans von Hamas sind nicht mehr als populistische Äußerungen.

Überfall

Am 31. Mai enterte Israels Armee den Hilfskonvoi „Free Gaza“. Die von Zypern aus gestarteten Schiffe mit 10.000 Tonnen Hilfsgütern und mehr als 700 Leuten an Bord (darunter auch zwei Bundestagsabgeordneten der LINKEN) wurden in der Nähe der Küste des Gazastreifens aufgebracht. Das Vorgehen der israelischen Armee kostete neun AktivistInnen das Leben, 20 Menschen wurden verletzt. Ein griechischer Teilnehmer schilderte im Fernsehen den Einsatz der Armee mit den Worten: „Die [Israelis] haben fast alle Leute weggeschleppt. Sie haben mit Gummikugeln geschossen. Sie haben Menschen angeschossen und Leute geschlagen.“

Die Marine Israels und die Elitetruppen bauschten die Selbstverteidigung der Besatzung, die sich mit Stöcken und Fäusten zur Wehr setzte, zum Grund für ihr Vorgehen auf. Tatsächlich liegt die Ursache der Gewalt jedoch bei den Herrschenden in Israel, die den Gazastreifen von der Außenwelt abschnitten und sogar so weit gingen, den Konvoi in internationalen Gewässern zu überfallen.

Internationale Reaktionen

Weltweit führte das Vorgehen der israelischen Armee, vor allem bei AraberInnen, zu Wut und Bestürzung. Aber auch in Tel Aviv gingen 10.000 Menschen auf die Straße, um gegen die Blockade zu demonstrieren. Sogar Regierungen kamen international unter Druck; Washington oder die deutsche Bundeskanzlerin taten sich schwer, für den Angriff Israels Stellung zu beziehen.

Dabei gehört die Bundesregierung zu den Hauptlieferanten von Rüstungsgütern nach Israel. Selbst die Türkei hat in den letzten zehn Jahren regelmäßig mit Israel gemeinsame Militärmanöver durchgeführt. Dass seitens der Regierungen für die palästinensischen Massen nicht viel zu erwarten ist, zeigt sich auch daran, dass Israel kurz vor dem Überfall auf den Hilfskonvoi in die „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ (OECD) aufgenommen wurde – und zwar einstimmig.

Palästinensischer Widerstand

Im Westjordanland macht unter den dortigen eine Million Menschen schon das Wort von einer neuen, „weißen Intifada“ die Runde. Arabische Bauarbeiter haben sich wiederholt dem Bau weiterer jüdischer Siedlungen verweigert. Während die Herrschenden Israels Selbstmordanschläge nutzen können, um ihre Aufrüstung zu rechtfertigen, wurden sie durch die erste Intifada gewaltig ins Schwitzen gebracht. Auch heute ist es nötig, dass die PalästinenserInnen nicht vereinzelt, sondern massenhaft Widerstand leisten. Nötig ist es, dass sie sich eigenständig organisieren und Arbeiterorganisationen ins Leben rufen. Wichtig ist die Programmatik. Aufgrund der kapitalistischen Weltkrise stellen sich Fragen einer grundlegenden Systemalternative in aller Schärfe.

Auch der Brückenschlag zum Widerstand in Nachbarländern ist essenziell. So tobt in Ägypten mit seinen 75 Millionen Menschen seit drei Jahren eine Streikwelle.

Israels Burgfrieden ist brüchig


In Israel prallen die Meinungen hart aufeinander: Konservative StudentInnen wollen als Reaktion auf die Gaza-Hilfsflotte mittels Yachten von reichen israelischen Geschäftsleuten nun in die Türkei fahren, um dort „auf das Kurdenproblem aufmerksam zu machen“, wie ein Sprecher dieser Studentengruppe verlautbaren ließ.

Natürlich wird den KurdInnen seit Jahrzehnten das Recht auf einen eigenen Staat vorenthalten. Aber von Kräften, die PalästinenserInnen diskriminieren, ist keine Hilfe zu erwarten. Nötig ist es vielmehr, dass sich die benachteiligten Massen im ganzen Nahen Osten zusammentun.

Auch in Israel gibt es dafür Bündnispartner. So wehren sich zurzeit immer mehr Israelis gegen das Vorgehen ihrer Regierung. Die Ankündigung vom israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, weitere Häuser in den Siedlungsgebieten zu errichten, empörte auch Teile der israelischen Bevölkerung.

Die SAV-Schwesterorganisation in Israel weist darauf hin, dass die kapitalistische Regierung ihres Landes gern von den sozialen Konflikten im Inneren ablenkt, indem sie von der „palästinensischen Gefahr“ schwadroniert, und aufgrund derselben einen Burgfrieden einfordert, der einzig die Aufgabe hat, soziale Proteste abzuwürgen.

Auch in Israel gibt es oben und unten. Jüdische und arabische Beschäftigte und Erwerbslose haben gemeinsame Interessen. Aber genau deshalb werden die Kapitalisten in Israel an ihrer Teile- und Herrsche-Politik festhalten. Soll die Spaltung zwischen AraberInnen und JüdInnen dauerhaft überwunden werden, muss der Nährboden dafür entzogen werden. Wenn Profitstreben und Konkurrenz beseitigt sind, dann kann – auf Basis einer freiwilligen sozialistischen Föderation, mit vollen Autonomierechten für die jeweilige Minderheit – der gesellschaftliche Reichtum, dann können die Bodenschätze im Interesse aller genutzt werden.

Lehren für DIE LINKE

Inzwischen musste die israelische Regierung aufgrund des massiven Drucks zumindest eine Lockerung der Blockade ankündigen. Hier zeigt sich auch, wie sinnvoll außerparlamentarischer Protest ist. Parlamentarisch hatte die Partei DIE LINKE bereits gegen die Blockade protestiert. Diese Proteste verhallten ungehört. Das mutige Handeln auch der Abgeordneten Inge Höger und Annette Groth als TeilnehmerInnen des Hilfskonvois hingegen half, die deutsche Regierung in Zugzwang zu bringen.

Daraus muss DIE LINKE Lehren ziehen. Nur wenn sie versteht, dass es wichtiger ist, den Widerstand zu organisieren, als im Bundestag parlamentarische Prozedere zu pflegen, nur wenn sie den Bundestag als Bühne nutzt, um den Widerstand hör- und erlebbar zu machen, wird sie erfolgreich sein. Jedenfalls, wenn man den Erfolg dieser Partei als eine Stärkung des Widerstands gegen die Folgen kapitalistischer Politik definiert.

Dafür tritt die SAV ein:

* Vollständiges und dauerhaftes Ende der Besatzungs- und Blockadepolitik Israels in Gaza und im Westjordanland

* Für Massenproteste der PalästinenserInnen – Für die Schaffung von demokratisch organisierten Selbstverteidigungskomitees in den Palästinensergebieten

* Kein Vertrauen in die kapitalistischen Regierungen – Für internationale Solidaritätsarbeit gegen die Unterdrückung der PalästinenserInnen

* Für den Aufbau unabhängiger Arbeiterorganisationen in Israel und Palästina – gegen Repression, Krieg und Kapitalismus

* Für ein sozialistisches Palästina und ein sozialistisches Israel als Teil einer freiwilligen und demokratischen, sozialistischen Föderation im Nahen Osten

Hintergrund: Größtes Zuchthaus unter freiem Himmel

„Die Blockade des Gaza-Streifens trifft die Palästinenser hart“, so Hans-Christian Rößler in der FAZ vom 14. Juni. „Die Folge ist, dass mindestens 40 Prozent der Menschen in Gaza keine Arbeit haben.“ Laut einer im Juni vorgestellten Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) leben rund 70 Prozent der über 1,5 Millionen PalästinenserInnen von einem Dollar pro Tag! 98 Prozent der Betriebe stehen still, so die Weltbank.

Am 27. Dezember 2008 wurden die Gefangenen des Gaza durch ihre Wächter einem grausamen Bombenhagel ausgesetzt. Gerechtfertigt wurde das seitens der israelischen Regierung mit Fotos vom Beschuss der UN-Fakhura-Schule durch die Hamas – Fotos, die über ein Jahr alt waren.

Dienstag, 13. Juli 2010

Fluch Kollektivschuld - Für immer in Israels Hand?



Sind wir Deutschen auf ewig dazu verdammt, Israel zu unterstützen, aufgrund der Kollektivschuld?

Oder dürfen auch wir Deutschen Israel kritisieren, wenn diese mal wieder Gaza bombadieren oder Hilfsgüter nicht durchlassen?

Nacktscanner kommen im Spätsommer


So, nach dem Sparkpaket, der "Bürger(zwangs)arbeit" und dem faschistischen Nichtrauchergesetz in Bayern kommen jetzt also auch die Nacktscanner zum Einsatz.
Zwar als Testphase, aber ich bin mir sicher dass diese Tests so positiv ausfallen werden (steht doch vorher schon fest das die Tests der Nacktscanner super funktionieren werden...), dass wir uns bald über einen bundesweiten Einsatz dieser Körperscanner freuen dürfen.

Man, wann steht der deutsche Michel endlich auf und wehrt sich gegen diese Scheindemokratie? Was muß erst alles passieren, damit die Leute auf die Straße gehen und protestieren?



Körperscanner kommen im Spätsommer

Die Einführung von Körperscannern auf deutschen Flughäfen beginnt noch im Spätsommer. Zwar gebe es Probleme mit der Software, der Zeitplan werde aber eingehalten, teilte das Innenministerium mit. Die Entwicklung der Geräte ist offenbar schwieriger als erwartet.

Die Montagehalle von Smith-Heimann in Wiesbaden. Bauteile von Körperscannern stehen in Reih und Glied auf dem Fußboden. Die linke hintere Ecke der Halle ist mit einem hohen Zaun gesichert. Hier steht der ganze Stolz des Unternehmens: Ein Körperscanner der neuesten Generation. Von außen wirkt er eher unscheinbar. Ein Torbogen, durch den der Flugpassagier hindurchgeht, ähnlich wie die Metall-Detektor-Tore, die auf jedem Flughafen stehen. Rechts dahinter eine Wand, vor der sich der Passagier einmal um die eigene Achse drehen muss.

"Personen nicht mehr erkennbar"
Der Rest läuft automatisch, erklärt Abteilungsleiter Stefan Aust. Das Ergebnis der Kontrolle erscheint auf dem Bildschirm. "Sie erkennen nur schemenhafte Umrisse", sagt Aust. "Das ist absichtlich so gemacht. Man lässt Software-Filter über das Bild laufen, so dass die Person überhaupt nicht mehr erkennbar ist. Der Bediener kann lediglich über gelbe Rahmen erkennen, in welchem Bereich des Körpers - weiter oben, weiter unten, linkes oder rechtes Bein - sich eine Gefahr befindet."

Strahlen dürfen nicht der Gesundheit schaden
Das war eine Forderung der Bundesregierung, über die sich die Wissenschaftler lange den Kopf zerbrochen haben. An der Angst vor dem "Nacktscanner" war die Einführung der Körperscanner schon einmal gescheitert. Die zweite Forderung: Die Strahlen, mit denen die Passagiere bis auf die Haut durchleuchtet werden, dürfen nicht der Gesundheit schaden. Auch diese Anforderung sei erfüllt, sagt Aust. Der Körperscanner arbeite mit Strahlen im Millimeterbereich. "Das ist eine Technologie, die auch in anderen Industrieanwendungen benutzt wird", erklärt er. "Ein Beispiel ist die erste Generation von Parkkontroll-Systemen für Autos, mit denen man beim Rückwärts-Fahren erkennt, dass da eventuell ein Hindernis ist."

Körperscanner kommen im Spätsommer
Es gebe derzeit noch Schwierigkeiten mit der Software, räumte das Bundesinnenministerium ein. Zugleich zeigte es sich zuversichtlich, die Probleme bis zum Spätsommer zu lösen. Die geforderten hohen Standards würden eingehalten. Der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Wolfgang Bosbach, hält die strengen Vorgaben für richtig. Sicherheit sei wichtiger als die schnelle Einführung der Körperscanner. "Wir müssen ja Geräte haben, die einen deutlichen Sicherheitsgewinn bringen, die die Persönlichkeitsrechte, die Intimsphäre der Passagiere schützen und die praxistauglich sind", so der Politiker. "Wir wollen ja auch keine überlangen Wartezeiten an den Flughäfen haben, sondern die Passagiere sollen ja zügig kontrolliert werden können."

Die Bundespolizei prüft zurzeit in Lübeck, ob Körperscanner grundsätzlich in der Lage sind, diese Anforderungen zu erfüllen. Auf den Flughäfen werden die ersten Testgeräte frühestens im Spätsommer auftauchen. Und bis die Körperscanner flächendeckend eingeführt sind, wird es mindestens noch ein Jahr dauern.



http://www.tagesschau.de/inland/scanner134.html